Verfehlte Transferpolitik im Profifußball
Freitag, November 6th, 2009Der übliche Samstagnachmittag, Bundesliga startet den neuen Spieltag und die Fans betrachten das Geschehen, entweder durch teuer erkaufte Eintrittstickets im Stadion, oder aber vor dem heimischen Fernseher.
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Zwar mag es in der Vergangenheit schon des öfteren Diskussionen um Fehleinkäufe im Profifußball gegeben haben. Jedoch erscheint es in dieser Saison besonders fatal zu sein. Insbesondere die Stürmer fallen hier augenblicklich negativ auf.
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Beispiele für eine verfehlte Transferpolitik gibt es zur Genüge, hier deshalb nur eine kleine Auswahl an Verfehlungen des Managements:
Bayern München
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Hochgelobter Titelaspirant in der Vergangenheit, durch systematische Verstärkung Jahr für Jahr an vorderster Front der Tabelle. So kennt man den Verein, so hat man es in Erinnerung. Viele werfen diesem Verein vor, die Konkurrenz gezielt durch Abwerben von Potential zu schwächen.
Doch in diesem Jahr ist die sonst so hochgelobte Transferpolitik weit von den bisherigen Ansprüchen entfernt.
Bestes Beispiel hierfür scheint momentan die Verpflichtung von Stürmer Mario Gomez zu sein. Während er noch in Stuttgart für seine Treffsicherheit berühmt und berüchtigt war, scheint es hiermit vorbei zu sein, seit er das Trikot von Bayern München übergezogen hat.
Schuld wird insbesondere am geänderten Spielsystem gesucht, jedoch erscheint dies in Anbetracht der finanziellen Vergütung doch mehr als Ausrede. Vielmehr war Gomez in Stuttgart gewohnt, dass das System voll und ganz auf seine Spielweise ausgerichtet war, alle anderen Mitspieler suchten und fanden ihn durch gezielte Anspiele. Im System von van Gaal ist Gomez nun leider nur einer unter vielen und spätestens jetzt erscheinen die Erfolge der Vorjahre in einem anderen Licht.
Knapp zusammen gefasst lässt sich festhalten, dass die Leistung von Gomez in keinem Verhältnis zur offenbar gezahlten Ablösesumme steht.
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VfB Stuttgart
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Passend zum Thema Gomez lässt sich nun natürlich die Diskussion über die Verwendung der Millionensumme nicht vermeiden. Meine Wenigkeit musste einem Verkauf von Gomez wohlwollend zustimmen, da in einem Jahr dieser ohnehin ablösefrei gegangen wäre. Warum also nicht noch einen warmen Geldsegen in Empfang nehmen?
Doch was mit diesem Geld tatsächlich erzielt wurde, kann wohl kaum als wirtschaftliche Investition bezeichnet werden. Vielmehr wurde ein Sturmersatz verpflichtet, der bislang diese Bezeichnung nicht ansatzweise verdient hat. Zwar hat Pogrebnyak meist einen kämpferischen Auftritt aufs Parkett gelegt, jedoch wird ein Stürmer vor allem an seinen Toren gemessen. Hier fällt die Beurteilung nicht so wohlwollend aus. Mit gerade mal 2 Treffern in 11 Spielen hat reiht er sich gemeinsam in der Torschützenliste mit Spielern wie Manuel Friedrich und Maik Franz ein, die jedoch allesamt Abwehrspieler sind.
Auch hier kann wohl kaum von einem glücklichen Händchen in Sachen Transferpolitik im Profifußball gesprochen werden.
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Hertha BSC
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Auch erwähnenswert ist wohl die Transferpolitik von Hertha BSC Berlin. Nach dem Weggang von Pantelic scheint in Sachen Sturm dort absolute Flaute zu herrschen. Mit gerade mal 7 (!!!) Toren nach 11 Spielen und Platz 18 in der Tabelle, kann hier wohl kaum von einem funktionierenden Sturmgespann geredet werden. Eine Verpflichtung von Artur Wichniarek erscheint angesichts der Torausbeute von 0 (!) als erfolglos zu bezeichnen. Auch hier wurde kein adäquater Ersatz gefunden.
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Somit bleibt festzuhalten, dass die diesjährige Transferpolitik in der Bundesliga besonders in Sachen Torjäger als zum Teil verfehlt bezeichnet werden kann. Dabei sind eben Tore nicht nur wichtig für den Verein, sondern Grund für Fans, sich Spiele überhaupt anzusehen.



